Missionare

Die Aktivitäten unserer Gemeinde beschränken sich bei Weitem nicht auf Mannheim und den Umkreis. Als internationale Gemeinde unterstützen wir Missionare in aller Welt, um den Menschen die frohe und freimachende Botschaft von Jesus Christus zu erzählen.

Diana & Eduard

Seit Mai 2004 leben wir schon in Litauen. Wir möchten mit unseren Gaben und Fähigkeiten Litauer helfen, Gott kennenzulernen und ihr Leben immer mehr mit dem Schöpfer abzustimmen.

Wie wir das konkret machen?
Zum Einen gibt Eduard persönliche Denkanstöße, indem er z. B. Passanten auf der Straße mit Umfragebögen anspricht, oder mit den Studenten über den Glauben diskutiert. Da, wo schon ein engerer Kontakt vorhanden ist, kommen wir als Gruppe zusammen, um die Bibel zu studieren, gemeinsam zu singen und zu beten und einander zu ermutigen. zum Anderen gibt es offizielle Veranstaltungen, an denen wir aktiv teilnehmen; sei es der Predigtdienst in einer Gemeinde, Jugendstunden, Frauentreffen und Studentenorganisation oder auch private einzelne Gespräche.

Wie kamen wir auf Litauen?
Ich, Eduard, fuhr 1997 zum ersten Mal mit Freunden nach Litauen, um die Weihnachtsferien bei einem Deutschen Missionar in Kaunas zu verbringen. Wir wollten sehen, was so ein Missionar macht und ihm dabei unterstützen. Deshalb organisierten wir eine Silvesterparty, zu der wir Litauer einluden, die deutsch konnten. Nach der Veranstaltung unterhielt ich mich mit einem Mädchen, das mich mit ernstgemeinten Fragen über den Glauben löcherte. Das prägte sich tief ein. Wieder zuhause fing ich an täglich für Litauen zu beten und für die Projekte dort zu spenden. 1999 bis 2002 studierte ich Theologie auf der Bibelschule Brake und machte mein Praktikum in Litauen. Ich spürte, dass Gott mich dort gebrauchen will. Außerdem spürte ich noch etwas anderes. Ich verliebte mich in meine Übersetzerin. Diana kam erst für ein Praktikum, dann für ein Volontariat nach Deutschland. Wir heirateten am 10. Mai 2003 und zogen ein Jahr später als Missionar nach Litauen.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man sich in einem Menschen investiert und dann nach einiger Zeit sehen kann, dass er sich verändert. Das durften wir schon bei einigen sehen. Das offensichtlichste Beispiel ist ein Pärchen, das schon länger unverheiratet zusammen gelebt hat. Der junge Mann wollte vorher nichts mit Gott und Kirche zu tun haben, dann aber kam er mit uns in Kontakt und verstand, dass er bisher falsch gelebt hat. Er kam mit Gott ins Reine. Wir trafen uns einzeln oder als Familien und konnten förmlich sehen, wie die beiden sich veränderten. Wir waren überwältigt, als die beiden eines Tages ankamen und uns baten ihre Trauzeugen auf ihrer Hochzeit zu sein. Wir wären schließlich “schuld”, dass sie nun heiraten. Hier sehen wir sehr deutlich, wie das Sich-Ausrichten auf Gottes Lebensanleitung (Bibel) gute Spuren in allen Lebensbereichen nach sich zieht.

Sara & Rüdiger

\"ruediger\"Wir sind 2007 nach Teneriffa gekommen, um Menschen zum Herrn Jesus zu führen, sie im Glauben zu stärken und anzuleiten (Seelsorge) und eine Gemeinde nach neutestamentlichem Vorbild zu beginnen. Unsere Arbeit ist sehr international, richtet sich aber in erster Linie an Spanischsprechende. Dazu gehören Kanaren, Südamerikaner, Kariben, Festlandspanier, Rumänen und Philippinen.

Wir versuchen, Menschen mit Hilfe von Hausbesuchen, Interviews, Straßenpredigten oder Hinweisschildern auf das Evangelium aufmerksam zu machen. Wer offen ist, dem bieten wir einen Bibelgrundkurs an. Gläubige versammeln sich wöchentlich zum Gottesdienst. Unter der Woche versuchen wir, durch Besuche, Gespräche und persönliche Begegnung diejenigen in der Nachfolge des Glaubens zu stärken, die durch Krankheit, Depression, Arbeitslosigkeit oder Sünde ins Straucheln geraten sind.
Das sind auf den Kanaren leider sehr viele.

Eine besondere Freude war für uns mitzuerleben, wie einige, die Jesus vorher überhaupt nicht kannten, nach und nach begannen, in Gottes Wort zu lesen und deren Leben schließlich von Gott ganz neu gemacht wurde. Ermutigend zu sehen, dass diese Leute auch weiterhin im Glauben stehen. Das war allerdings in allen Fällen ein langwieriger Prozess mit viel Hoffen und Bangen. Einige andere sind trotz großer sozialen Not im Glauben gewachsen und setzten ihre Hoffnung ganz auf Gott. Einige dieser Leute besuchen unsere kleine Gemeinde im Norden der Insel. Andere besuchen eine kleine Gemeinde im Süden der Insel, die wir bereits an einen anderen Missionar abgegeben haben. Auf persönlicher Ebene bestehen diese Kontakte natürlich weiter.
Schrecklich finden wir die offen zur Schau getragene Ablehnung vieler Menschen hier gegen Jesus, die Bibel und gegen jeden, der sich zu Jesus
bekennt. Selbst die staatlichen Behörden sind dabei oft keine Ausnahme. Auch unter den wenigen “Evangelikalen” hier macht uns die Gleichgültigkeit, Lauheit und geistige Orientierungslosigkeit zu schaffen. Es scheint, als würde der kanarische Boden nur wenig Ertrag bringen wollen.

Dies beantwortet vielleicht auch die Frage, warum wir auf den Kanaren gelandet sind. Neben der Kultur Spanischsprechender, in der wir ein Stück weit zu hause sind, hat es Rüdiger immer wieder herausgefordert, das Evangelium dort zu verkündigen, wo es nur wenig Zeugnis vom Evangelium gibt. Unser Alltag ist relativ ausgefüllt. Deshalb machen wir als Familie gern Spaziergänge oder kleinere Ausflüge, bei denen wir uns gut austauschen und die Gemeinschaft miteinander genießen können.

Susi & Eleazar

\"IMG_2821Seit 2001 arbeite ich als Missionarin in Los Olivos, einem Armenviertel in Atizapán, Mexiko. Ich begann die Arbeit damals mit dem Ziel, vernachlässigten Kindern zu helfen – so fing ich zusammen mit einem kleinen Team von Mexikanern im Januar 2002 mit Nachhilfeklassen und Kinderstunden an. Bald wurde uns klar, dass wir den Kindern nur langfristig helfen können, wenn wir auch ihre Eltern mit der biblischen Botschaft erreichen. Viele Familien dort sind zerstört; Ehekrisen, Gewalt, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Armut, Kinderarbeit, etc. sind an der Tagesordnung.

So haben wir begonnen, eine christliche Gemeinde in Los Olivos zu gründen, die im April 2005 ihren ersten Gottesdienst feierte. Seitdem haben wir zusätzlich zu den Nachhilfeklassen und der Kinderstunde z.B. noch eine Jugendgruppe, Frauenkreis, Ehe-Seelsorge, Jüngerschaftskurse, Besuche, Gebetsstunde und natürlich die sonntäglichen Gottesdienste. Unser Ziel ist, dass die Familien durch Jesus ewiges Leben und Hoffnung finden und erfahren, wie er ihr Leben verändert und sie von Verzweiflung, Gewalt und Abhängigkeiten freimachen kann. Deshalb haben wir unsere Gemeinde „Esperanza en Cristo“ genannt („Hoffnung durch Jesus“)!
Unser Gemeindegründungsteam seit 2005 besteht aus Darlene Gabler (Missionarin aus den USA), Eleazar Tello Bravo (mexikanischer Pastor) und mir, seit 2006 unterstützen uns Hugo und Claudia Velazco (Diakon der Muttergemeinde).

Im Juli 2007 haben Eleazar und ich geheiratet, was bedeutet, dass ich jetzt nicht nur Missionarin, sondern auch noch Pastorenehefrau bin! Wir gehören als assoziierte Missionare zur DMG (Deutsche Missionsgemeinschaft) und sind hier vor Ort unter der Verantwortung unserer mexikanischen Muttergemeinde IBBMT (Iglesia Bíblica Bautista Misionera de Tlalnepantla).
Des Weiteren bestehen Kontakte zu Missionaren in Frankreich, Thailand und Indien.